Hutberg - Hony


Geschichte

Hutberg ist eine Binnensiedlung, die von der Herrschaft planmäßig angelegt und mit Feld- und Waldarbeitern aus dem Herrschaftsgebiet besiedelt wurde. Die Gründung erfolgte 1560 unter dem Abt Johannes Chotovsky von Chotov. Der Ort gehörte früher zur Herrschaft Politz und wurde nach Errichtung des Gerichtsbezirkes Braunau diesem angegliedert. Nach der Steuerrolle 1654 gehörte Hutberg schon zur Braunauer Herrschaft und wies 11 Häusler und 2 Feldgärtner auf. Sie trugen durchwegs deutsche Namen.

Als Folge der Vertreibung und des Terrors 1945 hat Hutberg zwei Todesopfer zu beklagen.

Lage

Hart an der Sprachgrenze, am Westabhang des Sterngebirges, über das die von Braunau kommende Kaiserstraße nach Náchod weiterführt, etwas im Tale zerstreut, liegt Hutberg, ursprünglich Lhotky genannt. Der Ort liegt 534 m über dem Meeresspiegel. Der Hutberger Pass im Zuge der Strasse Braunau - Náchod hat eine Höhe von 589 m.
Der Boden bestand aus Lehm und Sand, er war locker und mit Steinen durchsetzt, von minderer Fruchtbarkeit. Nur die Kartoffeln gediehen hier gut und waren allgemein beliebt.
Die nächste Eisenbahnhaltestelle war Bodisch. Sie lag eine halbe Wegstunde entfernt. Östlich des Ortes verläuft die eingangs erwähnte Kaiserstraße von Braunau über den Hutberger Pass nach Politz und weiter nach Náchod.
Die angrenzenden Gemeinden sind: Weckersdorf, Groß Labnei, Piekau, Löchau, Bodisch und Dittersbach.
Von den Bodenschätzen sind lediglich Sandsteine und Bausand zu nennen.

Wirtschaft - Bevölkerung

Einwohnerzahlen nach den Ergebnissen der amtlichen Volkszählungen:

Jahr Deutsche Tschechen Andere Gesamt
1885 303 7 1 311
1900 266 3   269
1913 267 6   273
1920 199 24 2 303
1930 250 3 3 256
1939       223
1961       101

Hutberg ist heute ein Teil der Gemeinde Piekau (ehemals Gerichtsbezirk Politz).

Mehr über Hutberg können Sie in dem Dorfbuch "Deutsch-Wernersdorf, Birtkigt, Bodisch und Hutberg" nachlesen.
Es ist beim Heimatkreis Braunau erhältlich.









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