Jibka - Jívka


Geschichte

Weit abseits an der Peripherie des Bezirkes, ohne besonders ausgebaute Verkehrswege, liegt an der Sprachgrenze Jibka. Der Ort gehörte früher zur Herrschaft Starkstadt. Der Name des Ortes dürfte von dem Baumnamen "Jiva", die Weide, herstammen. Im 18. und 19. Jahrhundert hieß es amtlich Gipka, in tschechisch als Jívka. Orts- und Fluranlagen sind deutsch. Jibka war nach Ober Wernersdorf eingepfarrt Die Schule wurde 1832 erbaut und 1875 aufgestockt. Als Folge der Vertreibung und des Terrors 1945 hatte Jibka 12 Todesopfer zu beklagen. Jibka ist heute Sitz der Gemeinde, in der die Gemeindeteile Bischofstein, Dreiborn, Johnsdorf, Unter und Ober Wernersdorf eingegliedert und dem Kreis Trautenau zugeordnet.

Lage

Der Boden besteht vornehmlich aus Tertiär- und Permablagerungen (Sand, Kalk und Rotliegendes) und ist von mäßiger Fruchtbarkeit. Bodenschätze unter Tage waren reichlich, wobei die Kupfervorkommen vom Schacht Unter Wernersdorf aus, allerdings mit fraglichem Erfolg, abgebaut wurden. Im NO gegen Ober Wernersdorf war Kalk. Der Abbau der Steinkohlen Flöze unter der Dorfflur, vor allem im südlichen Teile, erfolgte seit 1904 über den Karl-Schacht. Die Gemeinde hatte ein Ausmaß von 323 ha.

Wirtschaft - Bevölkerung

Das bedeutendste Unternehmen war die Weberei und Mangel, ehemals Firma Pfeifer und Söhne, später Firma Rzehak. Die landschaftlich schön gelegene "Munkamühle" war ebenfalls zu einer mechanischen Weberei ausgebaut worden. Die Betriebe waren wichtige Arbeitgeber für die Einwohner. Vor der Jahrhundertwende war im Orte noch sehr stark die Hausweberei vertreten. Infolge der Errichtung des Kohlenbergwerks entwickelte sich die Gemeinde innerhalb kurzer Zeit zu einem Bergarbeiterdorf.

Einwohnerzahlen nach den Ergebnissen der amtlichen Volkszählungen:

Jahr Deutsche Tschechen Andere Gesamt
1885 330   1 331
1900 255   5 260
1913 244     244
1920 254 5   259
1930 203 7 3 213
1939       250
1961       137

Birkigt ist heute der Gemeinde Deutsch-Wernersdorf zugeordnet.

Mehr über Jibka können Sie in dem Dorfbuch "Ober Wernersdorf / Unter Wernersdorf / Bischofstein / Dreiborn / Jibka / Johnsdorf / Hottendorf" nachlesen.
Es ist beim Heimatkreis Braunau erhältlich.











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