Rosental - Rozmital


Geschichte

Der Ort, noch im 13. Jahrhundert gegründet und 1395 als Villa Rosenthal zum ersten Male genannt, war ein Dorf der Herrschaft Braunau. Der Name bedeutet "Tal der (wilden) Rosen".
Nach dem Urbar aus dem Jahre 1406 umfasste Rosental 11 Huben Landes.
Neben dem Schulzen war noch der Freibauer zinsfrei. Der Freibauerhof war übrigens der letzte schöne Holzbau des Dorfes aus dem 17. Jahrhundert. Er brannte am 3.12.1921 ab. Nach dem Urbar 1676 wies der Ort 20 Bauern, 4 Gärtner und 22 Häusler auf.
Rosental besaß keine eigene Kirche und war nach Braunau eingepfarrt. Im Niederdorfe stand die Kapelle des hl. Johannes von Nepomuk, im Mitteldorfe, am Wege nach Schönau, die Florianuskapelle und oberhalb der Schmiede die Kapelle "Zu Maria Hilf".
Das alte hölzerne, mit Stroh und Schindeln gedeckte Schulhaus ist 108 Jahre lang genutzt worden. Im Jahr 1883 ersetzte man es durch einen Neubau.

Als Folge der Vertreibung und des Terrors 1945 hat Rosental fünf Todesopfer zu beklagen.

Lage

Etwa 4 km in nordöstlicher Richtung von Braunau entfernt liegt die Gemeinde Rosental mit ihren stattlichen Bauernhöfen und von Obstbäumen umgebenen Häusern.
Von der Großdorf - Ottendorfer Zollstraße zweigt bei der Volksschule in Großdorf die Straße nach Schönau ab. Sie führt am Popelhofe vorbei und berührt Rosental, das von der Dorfstraße von Süden nach Norden durchzogen wird.
Rosental liegt 440 m ü.d.M. und ist eingebettet in die Höhenzüge des Bibersteinstockes und des Heidelgebirges, das sich längs der Grenze zu Schlesien (heute Polen) erstreckt. Der Biberstein ist mit 731 m die höchste Erhebung. Der Biberstein geht im Süden in den Langen Berg über, der wegen seines langen Rückens seinen Namen erhalten hat.
Im Norden grenzt Rosental an Preußisch Schlesien (heute Polen), im Osten an die Gemeinde Schönau, im Süden an Ottendorf und im Westen an Großdorf, Hermsdorf (Straßenau) und Johannesberg. Die Grenze gegen Schlesien zieht sich auf dem Kamme des Heidelgebirges von Johannesberg bis zum Dreiherrenstein, einem dreiseitig behauenen Stein mit den eingemeißelten Wappen und Zeichen der drei angrenzenden Herrschaftsbesitze Braunau, Pless und Hausdorf. Das Flächenausmaß der Gemeinde beträgt 834 ha. Zur Gemeinde gehörten noch die Einschicht "Fuchshäuser" und eine Mühle.

Wirtschaft - Bevölkerung

Die Bevölkerung setzte sich aus Bauern und Häuslern, Handels- und Gewerbetreibenden sowie Handwerkern und Industriearbeitern zusammen. Von den zwei Steinbrüchen war nur einer im Betrieb. Als vollständig eingerichtetes Schotterwerk lieferte er für den Straßenbau des ganzen Braunauer Bezirks die Schottersteine (Melaphyr).

Einwohnerzahlen nach den Ergebnissen der amtlichen Volkszählungen:

Jahr Deutsche Tschechen Andere Gesamt
1885 759 7 1 767
1900 773 3 9 785
1913 735   14 749
1920 658 8 15 681
1930 665 9 10 684
1939       618
1961       265

Rosental ist seit dem 01.07.1966 in die Stadt Braunau eingegliedert. Der Ort besteht heute nicht mehr als selbständige Gemeinde.









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